Politik

Wo ist der Inhalt hin? FBI findet bei Trump 48 leere "Verschlusssache"-Mappen

Ein Foto von Dokumenten, die bei der Durchsuchung von Donald Trumps Anwesen durch das FBI sichergestellt wurden.

In Trumps Büro entdeckten die Ermittler sieben als "streng geheim" gekennzeichnete Dokumente - elf weitere in einem Lagerraum.

(Foto: Uncredited/Department of Justice)

Nach der Razzia im Wohnsitz von Ex-US-Präsident Trump wird nun eine Liste der beschlagnahmten Dokumente publik. Darunter sind auch Dutzende leere Mappen, welche als Verschlusssachen markiert sind. Unklar ist, was mit dem Inhalt geschah.

Weitere Details zu der Durchsuchung am 8. August in der Residenz Mar-a-Lago des ehemaligen Präsidenten Donald Trump in Florida kommen ans Licht. Demnach stellte die Bundespolizei FBI 48 leere Mappen sicher, die als Verschlusssachen gekennzeichnet waren. Dies geht aus neu veröffentlichten Gerichtsakten hervor, über die mehrere US-Medien berichteten. Die leeren Mappen werfen die Frage auf, ob bereits alle Dokumente vollständig wiedergefunden wurden, oder ob noch welche fehlen.

Neben den leeren Mappen mit "Verschlusssache"-Markierungen fand das FBI laut einer Inventarliste auch 40 weitere leere Mappen, auf denen stand, dass sie sensible Dokumente enthielten, die der Benutzer "an den Stabssekretär/Militärberater zurückgeben" sollte, heißt es in der Bestandsaufnahme. Außerdem fanden die Ermittler sieben als "streng geheim" gekennzeichnete Dokumente in Trumps Büro und elf weitere in einem Lagerraum.

Aus der Liste und einer begleitenden Gerichtsakte des Justizministeriums ging nicht hervor, ob die Ermittler den gesamten Inhalt der leeren Ordner gefunden hatten. Es wurde darin jedoch angeführt, dass es sich bei den Ermittlungen zu Trumps Umgang mit den Dokumenten um eine "aktive strafrechtliche Untersuchung" handele.

Mehr als 11.000 Dokumente und Fotos entdeckt

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Insgesamt hat das FBI bei Trump laut der Inventarliste 18 Dokumente mit der Kennzeichnung "streng geheim", 54 mit "geheim" und 31 mit "vertraulich" sowie 11.179 Regierungsdokumente oder Fotos ohne Klassifizierung in Mar-a-Lago gefunden. Die Liste war im Rahmen eines Gerichtsstreits um die Ernennung eines unabhängigen Sonderbeauftragten zur Überprüfung des Materials freigegeben worden.

Vergangene Woche hatte Trump vor Gericht beantragt, einen Sonderbeauftragten einzusetzen und die Sichtung der Unterlagen durch die Behörden bis dahin zu stoppen. Das Justizministerium hielt dagegen, Trump habe als Ex-Präsident kein Anrecht mehr auf die Unterlagen, da ihm diese "nicht gehören", sondern Eigentum der Regierung seien. Da Trumps Anwälte den Antrag erst rund zwei Wochen nach der Durchsuchung gestellt hätten, habe ein von der Behörde eingesetztes Filterteam bereits seine Arbeit beendet.

Quelle: ntv.de, kst

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