Politik

Coronavirus im Bundestag FDP-Abgeordneter mit Sars-CoV-2 infiziert

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Die Coronavirus-Pandemie erreicht den Bundestag: Ein Abgeordneter wurde positiv auf das Virus getestet.

(Foto: dpa)

Ein FDP-Abgeordneter im Bundestag infiziert sich mit dem Coronavirus. Er sei durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet worden, heißt es. Das Parlament verzichtet aufgrund der Pandemie vorerst auch auf bestimmte Abstimmungen.

Auch im Bundestag gibt es nun eine erste Infektion mit dem Coronavirus. Es handelt sich um den FDP-Abgeordneten Hagen Reinhold. Die Fraktion bestätigte den Fall. "Ein Abgeordneter wurde positiv auf das Virus getestet", hieß es in einer Mitteilung.

"Ich habe am späten Mittwochnachmittag von der Bundestagsärztin das positive Testergebnis erfahren", sagte Reinhold dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der FDP-Parlamentarier erklärte, erste Symptome seien nach einem Skiurlaub in Österreich aufgetreten. "Ich habe nach meiner Rückkehr leicht gehustet und mich am Montag von der Bundestagsärztin untersuchen lassen", sagte Reinhold. Noch am Freitag habe er eine Rede im Bundestag gehalten.

"In Absprache mit der Parlamentsärztin und dem Bezirksamt Mitte von Berlin wurden umgehend alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen", teilte die Fraktion mit. Die Mitarbeiter des Abgeordneten befinden sich demnach bereits zu Hause in vorsorglicher Quarantäne. "Es wird momentan eine Liste mit Kontaktpersonen erstellt, die ebenfalls vorsorglich in Quarantäne gehen sollen. Zudem prüft die FDP-Fraktion mit der Bundestagsverwaltung mögliche Auswirkungen auf den Parlamentsbetrieb."

Nach RTL/ntv-Informationen sollen die kommenden Sitzungswochen nicht abgesagt werden. Allerdings wird der Bundestag in dieser Sitzungswoche auf namentliche Abstimmungen verzichten. Das vereinbarten Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen, wie es aus Fraktionskreisen hieß.

*Datenschutz

Bei namentlichen Abstimmungen werden Stimmkarten in eine Art Urne geworfen, was regelmäßig zu großen Menschentrauben an diesen Boxen führt. Dabei sei das Infektionsrisiko zu groß, hieß es zur Begründung des Verzichts.

Quelle: ntv.de, mli/dpa