Politik

Schießerei in Riad Festnahmen in Miami

Bei einer Schießerei sind in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sechs mutmaßliche Extremisten mit Verbindungen zur El Kaida getötet worden. Wie das Innenministerium weiter mitteilte, kam auch ein Polizist bei dem heftigen Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften und den Moslem-Extremisten ums Leben.

Der Sender Al Arabija meldete, ein siebter Kämpfer sei verletzt festgenommen worden. Die Operation der Sicherheitskräfte sei mittlerweile abgeschlossen, hieß es weiter. Unter Berufung auf Sicherheitskräfte hieß es, die Verdächtigen seien in ihrem Versteck angegriffen worden, da sie nicht näher bezeichnete Anschläge geplant hätten.

Das Königreich Saudi-Arabien greift seit Monaten mit harter Hand gegen radikale Gruppen durch, die wiederholt Anschläge auf die Ölindustrie des Landes verübt haben. Saudi-Arabien ist der weltgrößte Ölexporteur und stellt rund ein Viertel des Angebots auf dem Weltmarkt bereit.

Anschlag auf Sears Tower geplant?

Unterdessen nahmen US-Sicherheitskräfte bei einem Anti-Terror-Einsatz in Miami im US-Bundesstaat Florida mindestens sieben Personen fest. Wie der US-Nachrichtensender CNN weiter berichtete, hat die US-Bundespolizei FBI jedoch weder Waffen noch Bomben sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft in Miami teilte mit, dass die Festgenommenen keine unmittelbare Gefahr für die Stadt darstellten.

Der Razzia vorausgegangen war nach US-Medienberichten die Planung eines Anschlages gegen den 101 Stockwerke hohen Wolkenkratzer Sears Tower in Chicago (US-Bundesstaat Illinois), das dritthöchste Gebäude in Nordamerika.

Kontakt zu Informanten

Nach Angaben der Polizei gehören die Verdächtigen einer afrikanisch-arabischen Muslim-Gruppe an. Die Verdächtigen seien davon ausgegangen, dass sie mit einem El-Kaida-Mitglied in Kontakt stünden. Stattdessen sei die Person ein Informant der Regierung gewesen.

Nach Informationen der Tageszeitung "Miami Herald" sind fünf der Festgenommenen US-Bürger. Der sechste habe eine Aufenthaltsgenehmigung gehabt, der siebte habe sich illegal im Land aufgehalten.

Quelle: ntv.de