Politik

Ziel der "gefahrlosen Förderung" Fracking-Gesetz ist in Arbeit

RTR39FIK.jpg

Öl-Bohrung in den USA

(Foto: REUTERS)

Die Förderung von in Stein gebundenen Öl- und Gasvorkommen ist in Deutschland hoch umstritten. Viele fürchten durch das sogenannte Fracking eine Verschmutzung des Trinkwassers. Die Koalition will nun einheitliche Vorgaben für ganz Deutschland – und das Fracking damit vereinfachen.

Die Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten soll in Deutschland bald einheitlich geregelt sein und nur nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung erlaubt werden. Fachpolitiker der schwarz-gelben Koalition wollen entsprechende Vorgaben für eine Ausweitung des sogenannten Frackings machen, berichtet das "Straubinger Tagblatt". Die Methode ist wegen möglicher Umweltgefährdungen hoch umstritten.

Es sei "klarzustellen, dass in Wasserschutzgebieten Erkundungs- und Gewinnungsmaßnahmen von Erdgas aus Schiefergas mittels Fracking ausgeschlossen sind", heißt es in einem Brief von Fachpolitikern an die Minister Philipp Rösler und Peter Altmaier. Heil- und Mineralquellen müssten geschützt werden. Ziel sei "eine gefahrlose Förderung von Schiefergas".

Länder wollen Förderung bremsen

Vor einer Woche hatte bereits die FDP-Fraktion gefordert, unter Auflagen den Weg frei zu machen für eine Ausweitung des Frackings.

Der Bundesrat hatte den Bund aufgefordert, den Einsatz umweltgefährdender Substanzen abzulehnen, bis die Risiken restlos geklärt sind.

Beim Fracking wird mit Chemikalien und Sand versetztes Wasser unter hohem Druck in die Erde gepresst, damit das Gas entweichen kann. In den USA hat diese Fördermethode die Energiepreise purzeln lassen. Das Land wird damit in Zukunft weniger abhängig von Importen aus arabischen Ländern sein. Bürgerinitiativen befürchten die Verschmutzung von Trinkwasser.

Quelle: n-tv.de, che/dpa

Mehr zum Thema