Politik

Blumige Worte und Pfiffe für Roth Frankfurter OB geht

"Das waren gute 17 Jahre" - mit diesen Worten verabschiedet Kanzlerin Merkel ihre Parteifreundin Roth als Frankfurter OB. Vor der Paulskirche bedenken Demonstranten ihr Stadtoberhaupt mit Pfiffen. Sie protestierten vor allem gegen Fluglärm nach dem Ausbau des Airports.

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Roth genießt Anerkennung über Parteigrenzen hinweg.

(Foto: dapd)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die scheidende Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (beide CDU) als eines der erfolgreichsten Stadtoberhäupter Deutschlands gewürdigt. Roth habe zudem "viele Jahre als Städtetagspräsidentin den deutschen Kommunen eine Stimme verliehen, die auch auf Bundesebene deutlich zu hören war", sagte Merkel in ihrer Laudatio auf ihre 68 Jahre alte Parteifreundin in der Paulskirche.

Unter den 900 Gästen aus dem In- und Ausland waren auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Roths Nachfolger, der Sozialdemokrat Peter Feldmann. Er wird am 28. Juni in das Amt an der Spitze des schwarz-grünen Magistrats eingeführt.

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"...und tschüß" Petra Roth geht in den Ruhestand.

(Foto: dpa)

Der Deutsche Städtetag würdigte Roth als "Glücksfall für die deutschen Kommunen". Die langjährige Präsidentin und Vizepräsidentin des kommunalen Spitzenverbands sei eine "herausragende, bundesweit anerkannte und geschätzte Kommunalpolitikerin", heißt es in einer Mitteilung. Roth habe 15 Jahre lang Politik und Auftreten des Städtetages kämpferisch und mit viel Herzblut wesentlich mitbestimmt, sagte der Städtetagspräsident und Münchener OB, Christian Ude (SPD).

Der Flughafen als Minus auf der Liste

Hessens Grüne würdigten Roth als "konservative Modernisiererin" sowie als "angesehene und engagierte OB". "Sie war immer an überparteilichen Lösungen interessiert und hat den pragmatischen Kurs der Konfrontation vorgezogen", heißt es in einer Mitteilung der Landesvorsitzenden Kordula Schulz-Asche und Tarek Al-Wazir. Sie kritisierten darin aber auch: Roths Einsatz für den Ausbau des Flughafens bedeute für Zehntausende Menschen eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität.

Vor der Paulskirche demonstrierten rund 100 Menschen im Nieselregen gegen Fluglärm nach dem Ausbau des Airports. Etwa 50 bis 60 Linke und Autonome protestierten zudem gegen Grundrechtseinschränkungen in der Stadt.

Quelle: ntv.de

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