Politik

Gipfel der Afrikanischen Union Gaddafi ist abgesetzt

Der "König von Afrika" ist am Ende, der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi abgewählt. Die Teilnehmer des Gipfels der Afrikanischen Union entscheiden sich nicht für eine weitere Amtszeit Gaddafis, sondern für den malawischen Präsidenten Bingu wa Mutharika als neuen Vorsitzenden.

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Gaddafis Traum von vereinten Afrika ist vorerst vorbei.

(Foto: AP)

Die Vertreter der 53 afrikanischen Staaten machten beim AU-Gipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba die Hoffnungen Gaddafis auf eine weitere Amtszeit an der Spitze der Gemeinschaft zunichte. Besonders überraschend ist das nicht: Traditionell wechselt der Vorsitz der Afrikanischen Union jährlich und wird im Turnus an einen Vertreter der nord-, ost-, west- und südafrikanischen Staaten vergeben.

Als Leiter der Staatenorganisation machte Gaddafi sich für die Idee der Vereinigten Staaten Afrikas stark - mit einheitlicher Regierung, Währung und Armee. Seinen Wunsch nach einer zweiten Amtszeit begründete er mit dem langen Zeitaufwand, der mit der Umsetzung dieser Idee verbunden ist. Gaddafi war vor einem Jahr mit dem Anspruch eines "Königs der afrikanischen Könige" angetreten und seither einer der umstrittensten AU-Führer der vergangenen Jahre.

Zuvor hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die AU-Staaten aufgerufen, für einen geeinten sudanesischen Staat zu werben und eine Abtrennung des Südens zu verhindern. Im Sudan finden im April zum ersten Mal seit dem Bürgerkrieg Präsidenten- und Parlamentswahlen im ganzen Land statt. Im kommenden Jahr stimmt die Bevölkerung des zur Zeit teilautonomen Südens in einer Volksabstimmung über einen eigenen Staat oder den Verbleib mit dem Norden ab.

Quelle: n-tv.de, dpa