Politik

Schutzräume und Gasmasken Ganz Israel wappnet sich

Es sei eine Routineübung ohne konkreten Anlass, betont die israelische Führung. Dennoch hat mit "Wendepunkt 4" die bislang umfassendste Katastrophenschutzübung des Landes begonnen.

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Israel verteilt Schutzmasken.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Israel hat der Zivilschutz mit einer fünftägigen Übung begonnen. Bis Donnerstag sollen landesweit verschiedene Katastrophenszenarien geprobt werden. Darunter sind auch angenommene Angriffe auf den jüdischen Staat mit hunderten von Raketen aus dem Libanon, Syrien und dem Gazastreifen gleichzeitig. Die nationalen Rettungskräfte arbeiten bei dem Notfalltraining mit Sicherheitskräften, Kommunen, Regierungsbüros sowie Schulen und Kindergärten zusammen.

"Wendepunkt 4" ist die bislang größte Zivilschutzübung in der Geschichte des Landes.  

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Zivilschutzübungen werden in Israel regelmäßig durchgeführt (Foto: 2008).

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Rahmen der Übung sollen am Mittwoch im ganzen Land die Sirenen heulen. Die Menschen sind aufgerufen, dann für zehn Minuten Schutzräume aufzusuchen. Es sollen zudem an verschiedenen Stationen Gasmasken verteilt werden.

"Ziel der Übung ist es, die nationale Bereitschaft und die Reaktionen des Zivilschutzes im Notfall zu verbessern", teilte die israelische Armee am Sonntag mit. Israelische Repräsentanten haben betont, es handele sich um eine Routineübung ohne konkreten Anlass.

In den vergangenen Wochen mehren sich Spekulationen über einen möglichen Krieg in Nahost im Sommer. Die israelische Führung hat jedoch mehrfach erklärt, sie habe keinerlei feindselige Absichten. Die Zivilschutzübung findet in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge statt und wurde seit langem vorbereitet.

Quelle: n-tv.de, dpa

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