Politik

Datum für Deutschland Gedenken an 9. November

Zahlreiche Politiker haben am Sonntag des 9. Novembers gedacht, der gleichzeitig der Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 und des Mauerfalls 1989 ist.

Der frühere Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, sprach sich gegen eine Amnestie für den früheren DDR-Staatschef Egon Krenz aus. "Wenn Egon Krenz heute noch immer kein Gefühl für seine Schuld hat, dann muss er im Gefängnis dafür büßen", sagte Gauck zum 14. Jahrestag des Mauerfalls.

CDU-Chefin Angela Merkel bezeichnete den 9. November als schicksalhaftes Datum für Deutschland. "Wie kaum ein anderer Tag vereint er Leid, Freude und Aufbruch des deutschen Volkes." Daraus entstehe die Verpflichtung, alles zu tun, damit Radikale nie wieder Einfluss auf die Politik nehmen könnten. CSU-Landesgruppenchef Michael Glos sagte, am 9. November 1989 habe "der ungebrochene Freiheitswille das unmenschliche sozialistische Bollwerk niedergestreckt". Daraus müssten Mut und Entschlossenheit für die aktuellen Herausforderungen abgeleitet werden.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt erklärte, die beiden historischen Ereignisse müssten Ansporn sein im Kampf gegen jede Form der Diskriminierung. Gleichzeitig gäben sie auch Hoffnung für eine friedliche und demokratische Zukunft Deutschlands.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle forderte zum Jahrestag eine "neue friedliche Revolution von Innen". Für die Neugründung des Landes brauche man die Kraft und den Mut der Menschen, die seinerzeit die Mauer zum Einsturz gebracht haben.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema