Politik

Kampf um knappe Rohstoffe Gelbe Tonne wird abgeschafft

20716068.jpg

Rollt ihrem Ende entgegen: die Gelbe Tonne.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mittlerweile sind Grüner Punkt und Gelbe Tonne nicht mehr wegzudenken aus den deutschen Haushalten, doch letztere steht vor dem Ende. Nach Plänen der Bundesregierung sollen Kunst- und Wertstoffe künftig in einer Wertstofftonne gesammelt werden. Kommunen und private Entsorger kämpfen bereits um den lukrativen Rohstoffmarkt.

Alle Kunst- und Wertstoffe sowie Plastikmüll sollen nach dem Willen von Union und FDP künftig bundesweit in einer Wertstofftonne wird aufgestellt gesammelt werden - die Gelbe Tonne könnte in diesem Fall abgeschafft werden. Dies soll 2012 in einem Wertstoffgesetz verankert werden, hieß es aus der schwarz-gelben Koalition.

"Es geht um die ökologisch beste Lösung", sagte der FDP-Umweltpolitiker Horst Meierhofer. Im schnellsten Fall könnte mit der Aufstellung der bundesweit einheitlichen Tonnen 2013 begonnen werden. Die bisher über die gelben Tonnen und gelben Säcke eingesammelten Verpackungen würden künftig genau wie alle anderen Kunststoffe und Metalle dort gesammelt und anschließend recycelt - der Müll würde somit in einer gemeinsamen Tonne erfasst.

Das Bundesumweltministerium betonte aber, es gebe hierzu noch keinerlei Entscheidungen. Das Konzept war im Bundestag im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz entstanden, über das der Bundestag am Freitag entscheiden wird. Es enthält noch keine Regelung zur stärkeren Erfassung von Wertstoffen. Hier geht es vor allem darum, wie der Zugriff auf gewerbliche Sammlungen zwischen privaten und kommunalen Entsorgern geregelt und wie die Recyclingquote weiter gesteigert werden kann.

Zuvor war es zu heftigem Streit zwischen Kommunen und privaten Entsorgern gekommen, die mit Blick auf die künftig noch stärkere Erfassung von Wertstoffen erbittert um den Zugriff kämpfen. Angesichts knapper werdender Rohstoffe ist in diesem Bereich durch mehr Recycling künftig viel Geld zu verdienen.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema