Politik

"Brandgefährlich für die Partei" Gemäßigte wollen AfD-Jugend verlassen

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Die "Junge Alternative" wurde vom Verfassungsschutz zum Verdachtsfall erklärt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Jugendorganisationen von Parteien dominieren häufig radikalere Meinungen als in den Mutterorganisationen. Der AfD-Nachwuchs bewegt sich dabei oft am Rande der Verfassungsfeindlichkeit. Der gemäßigte Flügel der Partei schlägt Alarm.

Nach der Einstufung der AfD als Prüffall des Verfassungsschutzes kommt aus dem gemäßigten Teil der Partei Kritik am rechten Flügel und der Jugendorganisation Junge Alternative (JA). "Ich hoffe nun sehr, dass im 'Flügel' und der JA ein Selbstreinigungsprozess in Gang kommt und es gelingt, alles nicht verfassungskonforme Gedankengut aus den Verlautbarungen zu entfernen", sagte der Bundestagsabgeordnete Uwe Witt der "Welt".

Wieder was gelernt

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Witt ist einer der Sprecher der "Alternativen Mitte", die sich als Strömung der Gemäßigten in der AfD versteht. Seiner Ansicht nach müssen der rechte Flügel und die JA sich "von bestimmten Leuten trennen". Nach Meinung von Jens Wilharm, dem niedersächsischen Sprecher der "Alternativen Mitte", sind der "Flügel" und die JA "zu einer existenzbedrohenden Gefahr für die Gesamtpartei geworden". Er habe "wenig Hoffnung, dass die Spitzengremien unserer Partei willens oder in der Lage sind, sich vom 'Flügel' und der JA zu trennen", zitiert ihn die "Welt".

Der Verfassungsschutz hatte die AfD am Dienstag als Ganzes zum Prüffall erklärt und nimmt sie damit stärker unter die Lupe. Noch genauer hinschauen will der Inlandsgeheimdienst beim rechtsnationalen "Flügel" und der Jungen Alternative: Diese wurden zum Verdachtsfall erklärt.

Der stellvertretende JA-Vorsitzende Nicolai Boudaghi sagte der "Welt", er werde "mit einer hohen Zahl weiterer Mitglieder" in den nächsten Tagen seinen Austritt aus der Jugendorganisation erklären. "Die Jugendorganisation ist brandgefährlich für die AfD." Es gebe "zu viele Personen in der JA, die die Grenze dessen überschreiten, was demokratisch ist".

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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