Politik

Schröder trifft Chirac Gespräche über Balkan, Klima, BSE

Die Regierungen Frankreichs und Deutschlands haben sich für ein Ende der Gewalt auf dem Balkan ausgesprochen. "Wir sind gemeinsam der Auffassung, dass die territoriale Integrität Mazedoniens von niemandem in Frage gestellt werden darf, auch nicht von albanischen Terrorgruppen", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder nach dem informellen deutsch-französischen Gipfels in der Pfalz.

An dem Treffen in der Stadt Herxheim-Hayna nahmen der französische Staatspräsident Jacques Chirac, Ministerpräsident Lionel Jospin, Bundeskanzler Gerhard Schröder und die beiden Außenminister, Hubert Vdrine und Joschka Fischer, teil. Das Treffen diente der Vorbereitung des EU-Gipfels in Stockholm, das am Freitag beginnt.

Auch zur Klimapolitik von US-Präsident George W. Bush sollten Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Position herstellen, hieß es vor dem Treffen in Berliner Regierungskreisen. Schröder hatte Bush in einem Brief auf das 1997 im japanischen Kyoto unterzeichnete Protokoll zum Klimaschutz hingewiesen. Bush hatte die Ankündigung einer Reduzierung von Treibhausgasen kürzlich zurückgezogen.

Auf der Tagesordnung standen außerdem BSE, die Maul- und Klauenseuche sowie die EU-Osterweiterung.

Schröder, Chirac und Jospin hatten am 31. Januar in Blaesheim bei Straßburg vereinbart, sich künftig alle sechs bis acht Wochen zu informellen Gesprächen zu treffen. Dabei wollen sie nach eigenen Worten einen freimütigen Gedankenaustausch über die Entwicklung der Beziehungen beider Länder und der EU führen.

Quelle: n-tv.de