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Barmer rechnet mit 13 Euro/Monat Gesundheit wird teurer

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(Foto: AP)

Die Barmer Ersatzkasse rechnet im kommenden Jahr mit höheren Belastungen für die gesetzlich Versicherten. Ihr Vorstandschef Johannes Vöcking bezifferte die Mehrkosten im Gesundheitssystem 2010 auf rund acht Milliarden Euro. "Umgerechnet liegen die Mehrkosten je Versicherten im Schnitt bei 160 Euro. Das sind rund 13 Euro zusätzlich pro Monat", sagte Vöcking der "Bild"-Zeitung.

Die Barmer wolle zunächst aber keinen Zusatzbeitrag erheben. "Wir werden zusätzliche Belastungen unserer Versicherten zunächst vermeiden und planen weiterhin, ohne Zusatzbeitrag ins neue Jahr zu gehen." Vöcking forderte die neue Bundesregierung auf, die zusätzlichen Lasten nicht nur auf die Arbeitnehmer abzuwälzen.

Genau das dürfte jedoch passieren: Union und FDP peilen die Einführung einkommensunabhängiger Pauschalen für die Versicherten ab 2011 an. Die Arbeitgeber zahlen weiter wie bisher einen am Einkommen orientierten Beitrag, der aber fixiert werden soll. Dadurch sollen die steigenden Gesundheits- von den Arbeitskosten entkoppelt werden.

Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland sind nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung zwischen April 2007 und März 2009 Beitragsrückstände in Höhe von 630 Millionen Euro aufgelaufen. Das Blatt beruft sich auf ein Papier des GKV-Spitzenverbandes. Hintergrund ist demnach, dass seit der Gesundheitsreform 2007 rund 196.000 Menschen, die zuvor nicht versichert waren, pflichtversichert sind, auch wenn sie keine Beiträge zahlen. Viele der bislang nicht Versicherten und viele freiwillig Versicherte könnten oder wollten ihre Beiträge nicht zahlen, hieß es.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa