Politik

Unwetterwarnung Gewitter über Ostdeutschland

Der Osten Deutschlands muss sich in dieser Nacht auf schwere Gewitter und Sturmböen gefasst machen. Das teilten die Wetterdienste mit. Die Warnung gelte für Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Eine Gewitterfront aus Westen kommend bringe starke Regengüsse, Sturm, überflutete Straßen und überschwemmte Keller.

Orkanartige Gewitterstürme und Starkregen haben Freitagnacht und Samstag in Süddeutschland mindestens vier Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden angerichtet. In Mannheim wurde der 66-jährige Beifahrer eines Fahrzeugs von einem herabbrechenden Ast erschlagen, wie die Polizei mitteilte. Auf dem oberbayerischen Ammersee und auf dem Starnberger See kamen zwei Segler ums Leben. Ein weiterer wurde noch vermisst. In Oberfranken starb ein Autofahrer bei einer Kollision infolge Aquaplanings.

Nach Angaben des Lagezentrums im Stuttgarter Innenministerium wurden überall in Baden-Württemberg Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt, Strommasten umgeknickt, Oberleitungen zerrissen und unzählige Häuser und Autos beschädigt.

Schwer betroffen war der gesamte Schwarzwald, wo stellenweise Windgeschwindigkeiten von knapp 130 Stundenkilometern gemessen wurden. Die Höhenstraße B500 von Baden-Baden nach Freudenstadt musste im Bereich des Skigebiets Ruhestein/Zuflucht wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auch die A5 im Raum Freiburg-Süd war für mehrere Stunden lahm gelegt, ebenso die Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Tübingen.

Zuvor hatte das Unwetter im Elsass gewütet. Zu einer Tragödie kam es in Straßburg, wo ein umstürzender Baum einen Großteil von 120 Besuchern eines Open-Air-Konzertes in einem Zelt unter sich begrub: 11 Menschen wurden getötet, 85 verletzt. Bis Samstagabend befanden sich noch 52 Verletzte im Krankenhaus, 17 von ihnen in kritischem Zustand.

Quelle: ntv.de