Politik

Merkel ein Jahr im Amt Goppel will breitere Unionsspitze

CSU-Generalsekretär Thomas Goppel hat eine Verbreiterung der Unions-Führung gefordert. So sollten CDU und CSU künftig besser in der Lage sein, Sachthemen mit Personen zu verbinden, sagte Goppel im SWR.

Es sei notwendig, dass nicht nur das Führungstrio mit CDU-Chefin Angela Merkel, Fraktionschef Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) in der Öffentlichkeit stehe, sondern auch eine Reihe anderer Persönlichkeiten der Union.

Nach Goppels Einschätzung sind die Zeiten vorbei, in denen Merkel und Merz sich so äußerten, als seien da "zwei mit gleichem Anspruch auf Wortführerschaft nebeneinander" tätig. Nun komme es darauf an, bis zur Bundestagswahl 2002 noch andere unverwechselbare Politiker in den Vordergrund zu stellen. Der Bürger müsse genau wissen, wer aus der Opposition etwa den Wirtschaftsminister oder den Arbeitsminister ersetzen könne.

Das erste Jahr von Merkels Amtszeit - sie begann am 10. April 2000 - bewertete Goppel positiv. Die CDU-Chefin sei inzwischen eine "besonnene Steuerfrau an Bord eines Schiffes, das langsam keine Probleme mehr hat".

Dagegen forderte der CDU-Politiker Michel Friedman, dass Merkel wieder stärker durchstarten müsse. "Merkel war ein Zwölfzylinder, als sie vor einem Jahr gestartet ist", sagte er im Sender Radio Eins. Derzeit habe sie sich zu einem Vier-Zylinder entwickelt. Dennoch sei Merkel das Beste, was die CDU zu bieten habe.

Quelle: n-tv.de

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