Politik

Wunderbarer Job in den USA Guttenberg kommt nicht wieder zurück

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Karl-Theodor zu Guttenberg, jetziger Chairman bei Spitzberg Partners LLC, war im Oktober 2014 in Berlin zu Gast auf der "Handelsblatt Global Edition".

(Foto: picture alliance / dpa)

Karl-Theodor zu Guttenberg kehrt nicht wieder in die deutsche Politik zurück. Er will in den USA bleiben und dort Karriere machen. Der Ex-Verteidigungsminister war in letzter Zeit häufiger in Deutschland gesichtet worden, was zu zahlreichen Spekulationen führte.

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will wohl doch nicht mehr in die deutsche Politik zurückkehren. "Ich habe ein wunderbares internationales Tätigkeitsfeld gefunden", sagte Guttenberg dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der CSU-Politiker lebt heute in Connecticut und hat vor zwei Jahren in New York eine eigene Firma gegründet. Bei Spitzberg Partners ist er als Investor tätig und berät Internetfirmen.

Vier Jahre nachdem ihm die Uni Bayreuth im Zuge einer Plagiatsaffäre seinen Doktortitel aberkannte und er von allen politischen Ämtern zurücktreten musste, wünschen sich noch immer viele Deutsche seine Rückkehr in die Politik. "Der Spiegel" hatte in einer Umfrage ermittelt, dass rund 38 Prozent der Befragten eine aktivere Rolle Guttenbergs in der deutschen Politik befürworten. Unter Unionswählern sollen sich demnach sogar 53 Prozent dafür ausgesprochen haben. Die höchsten Zustimmungswerte erhält Guttenberg bei den Anhängern der AfD, von denen sich 61 Prozent eine aktivere Rolle Guttenbergs wünschen.

Guttenberg war nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister im Jahr 2011 zunächst als "Distinguished Statesman" (angesehener Staatsmann) bei einem US-Thinktank tätig. Später auch als Gastkommentator oder Interviewpartner großer Blätter. Erstauen löste er in Fachkreisen aus, als er Berater von EU-Kommissarin Neelie Kroes in Internetfragen wurde.

Gerüchte um ein mögliches Comeback des CSU-Politikers hatte es seitdem immer wieder gegeben - zuletzt im Februar: Weil er ein Treffen für junge Christsoziale organisiert hatte, hofften einige CSU-Politiker auf die Rückkehr des einstigen Politstars. Die einen spekulieren, der Oberfranke könne in absehbarer Zeit wieder ein Bundestagsmandat bekommen - wenn er wollte. Die anderen sagen, man habe Guttenberg vielleicht seine abgeschriebene Doktorarbeit verziehen, nicht aber seinen "grußlosen Abgang" und sein Interview-Buch "Vorerst gescheitert".

Quelle: ntv.de, ppo

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