Politik

Kriegsverbrechen im Kroatien-Krieg Hadzic streitet Schuld ab

Die Staatsanwaltschaft des UN-Sondertribunals für Ex-Jugoslawien wirft Goran Hadzic etliche Kriegsverbrechen vor. Doch der ehemalige Führer der serbischen Minderheit in Kroatien streitet jede Schuld ab.

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Hadzic bei seiner Verhaftung.

(Foto: dpa)

Der einstige Führer der serbischen Minderheit in Kroatien, Goran Hadzic sitzt ein , hat den Vorwurf von Kriegsverbrechen zurückgewiesen. Der 52-Jährige plädierte vor dem UN-Sondertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag auf unschuldig. Zuvor verzichtete Hadzic bei dieser zweiten Anhörung zu seinem Fall vor dem Gerichtshof auf das Recht, die Anklageschrift im Gerichtssaal vorgelesen zu bekommen.

Als letzter von insgesamt 161 Angeklagten des Tribunals war Hadzic Goran Hadzic in Serbien gefasst und zwei Tage später nach Den Haag überstellt worden. Bei seiner ersten Anhörung wollte er sich wenige Tage später noch nicht zu den Vorwürfen äußern. Er bekam daraufhin vier Wochen Bedenkzeit.

Die Staatsanwaltschaft wirft Hadzic in 14 Anklagepunkten vor, für die Ermordung Hunderter kroatischer Zivilisten sowie die Zwangsvertreibung Zehntausender weiterer Kroaten durch serbische Truppen verantwortlich zu sein. Die Anklage umfasst eines der schwersten Verbrechen während des Kroatien-Krieges Anfang der 90er Jahre. Dabei waren in der Stadt Vukovar im November 1991 mehr als 200 Kroaten ermordet worden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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