Politik

Mobiltelefone Handy-Benutzung weltweit unter der Lupe

Nicht nur in Deutschland sollen Autofahrer gezwungen werden, ihr Mobiltelefon vom Ohr zu nehmen und auf den Straßenverkehr zu achten. Neben vielen europäischen Ländern gibt es unter anderem auch in Australien, Brasilien, Israel, Japan und Singapur Verbote oder Einschränkungen des Handy-Gebrauchs am Steuer.

Anders in den USA: Dort dürfen die schätzungsweise 100 Millionen Mobiltelefonbenutzer größtenteils ungehindert weiter beim Fahren telefonieren, auch ohne Freisprechanlage. Und das trotz der weit verbreiteten Angst, von Handys abgelenkt zu werden. Bei einer Umfrage erklärten 91 Prozent der Teilnehmer, das Unfallrisiko würde ihrer Ansicht nach beim Telefonieren steigen. 69 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Handys am Steuer zu verbieten.

Doch in keinem der US-Bundesstaaten, von denen jeder seine eigenen Verkehrsvorschriften hat, ist das Telefonieren beim Auto fahren derzeit verboten. Allerdings gibt es zunehmende Diskussionen über dieses Problem. Nur drei Staaten haben bisher geringe Einschränkungen des Mobiltelefongebrauchs im Auto erlassen. Zudem wollten einige Städte und Kreise nicht mehr länger auf bundesstaatliche Regelungen warten und führten eigenständig rigidere Handy-Verordnungen ein.

Nicht nur auf den Straßen ist das ständige Piepsen von Mobiltelefonen international zum Gesprächsthema geworden. Das “Handy-Problem” ist für viele besonders beim teuren Abendessen ein Störfaktor. Restaurantkunden in Deutschland und im Ausland können neuerdings vielerorts auf die Dienste eines “Handy-Sitters” zurückgreifen. Die Gäste geben ihre Handys beim Betreten des Restaurants ab und werden diskret informiert, wenn sie einen wichtigen Anruf erhalten.

Mehr und mehr werden Telefonierer von anderen Gaststättengästen abgetrennt. Restaurants in New York zum Beispiel bieten spezielle “Lounges”- private, separate Zimmer - wo Kunden per Handy telefonieren können, ohne die Leute am Nachbartisch zu belästigen.

Quelle: n-tv.de