Politik

Seelsorger: Hannelore Kohls Leiden wegen Spendenaffäre

Hannelore Kohl soll nicht nur an einer Lichtallergie, sondern auch unter den massiven Vorwürfen rund um die Spenden-Affäre der CDU gelitten haben. Das sagte der frühere Ludwigshafener Stadtdekan und langjährige Vertraute des Ehepaars Kohl, Erich Ramstetter, dem "Mannheimer Morgen".

Der psychische Druck durch Anschuldigungen sogar auf der Straße sei so heftig gewesen, dass Hannelore es nicht mehr gewagt habe, einkaufen zu gehen. Die 68-Jährige hatte sich am vergangenen Donnerstag das Leben genommen. Ramstetter sagte nach Angaben der Zeitung, dass er seit dem Schicksalsschlag fast täglich den früheren Kanzler in dessen Haus in Oggersheim besuche.

"Die Augen von Helmut Kohl sind wesentlich schlechter geworden ", weil er sich wegen der Lichtallergie seiner Frau seit über einem Jahr an den Wochenenden ebenfalls im Dunklen aufgehalten habe. Er sei seelisch schwer angeschlagen. In letzter Zeit habe Kohl miterleben müssen, wie die Kräfte seine Frau zusehends nachließen: "Sie konnte praktisch keine Treppe mehr gehen", zitiert der "Mannheimer Morgen " Ramstetter.

Quelle: ntv.de