Politik

Kämpfe werden blutiger Hunderte Separatisten in Ukraine getötet

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Die ukrainischen Regierungstruppen haben einen Ring um Slawjansk gezogen.

(Foto: AP)

Die ukrainischen Regierungstruppen töten im Osten des Landes mehr als 300 prorussische Kämpfer. Derweil kündigt der gewählte Präsident der Ukraine einen Friedensplan an.

Bei schweren Kämpfen im Osten der Ukraine haben Regierungstruppen seit Dienstag mehr als 300 Separatisten getötet. Das melden die Nachrichtenagenturen Reuters und Interfax unter Berufung auf die Regierung in Kiew.

Wladislaw Selesnjow, ein Sprecher der ukrainischen Sicherheitskräfte, sagte am Mittwoch, bei den Gefechten rund um die Stadt Slawjansk seien zudem rund 500 Rebellen verletzt worden. Dies seien "vorläufige Angaben". Aufseiten der Armee seien zwei Soldaten getötet und 45 verletzt worden.

Eine Sprecherin der prorussischen Separatisten erklärte lediglich, die Zahl der Toten in der Region steige kontinuierlich. Am Dienstag hatte ein Kommandeur der Separatisten in Donezk gesagt, beim Sturm auf Slawjansk habe die ukrainische Armee "hunderte, ja sogar tausende Soldaten" verloren.

Erst am Dienstag hatte die ukrainische Regierung mitgeteilt, seit Ausbruch der Kämpfe im April seien in den Regionen Donezk und Luhansk 181 Menschen getötet worden, darunter 59 Soldaten.

Seit dem Wahlsieg des designierten Präsidenten Petro Poroschenko hat die ukrainische Armee ihren Einsatz gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes verstärkt. Die russische Regierung hat wiederholt ein sofortiges Ende der Gewalt und einen nationalen Dialog unter Einbeziehung der Rebellen gefordert. Die Regierung in Kiew lehnt es aber ab, mit den Separatisten zu verhandeln. Bei einem Festakt in Warschau sagte Poroschenko, er werde in Kürze einen Friedensplan für die Ukraine vorlegen.

Quelle: ntv.de, ame/hvo/rts