Politik

"Berliner Appell" für Ai Weiwei Intellektuelle fordern Freilassung

Deutsche Vertreter aus Kunst und Wissenschaft fordern mit einer Petition die Freilassung des verhafteten chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Mit ihrem "Berliner Appell" wenden sich Unterzeichner wie der ehemalige BDI-Präsident Henkel auch an Politik und Wirtschaft, sich ihrerseits für die Freiheit des kritischen Geistes einzusetzen.

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(Foto: www.berlinerappell-freeaiweiwei.com)

Drei Wochen nach der Inhaftierung des berühmten chinesischen Künstlers Ai Weiwei wegen angeblicher Steuervergehen setzen sich Künster, Wissenschaftler und andere Personen des öffentlichen Lebens für die Freilassung des Regimekritikers ein. Binnen 48 Stunden unterschrieben mehr als einhundert Erstunterzeichner den so genannten Berliner Appell.

Zu den Unterzeichnern gehören etwa der ehemalige BDI-Sprecher und Amnesty-International-Mitglied Hans-Olaf Henkel, der Erlanger Sinologe Michael Lackner, der in China und Deutschland tätige Managementberater Jochen Noth oder auch der in Berlin und Peking aktive Galerist Alexander Ochs.

Die Initiatoren hoffen, dass zahlreiche Vertreter des deutschen wie europäischen Kultur-, Geistes- und Wirtschaftslebens ihren Einfluss gegenüber dem chinesischen Staat und seinen Behörden geltend machen. "Ai Weiwei leistet mit seiner Kunst einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Austausch Chinas mit der Welt. Der internationale wirtschaftliche, politische und kulturelle Austausch, die Öffnung Chinas, nützt dem Land selbst und seinen Partnerländern", so die Initiatoren. "Die Verhaftung Ai Weiweis und die Missachtung elementarer Rechtsgrundsätze schaden diesem Austausch und beschädigen damit die Beziehungen zwischen den Staaten und Völkern."

Im Internet können sich Unterstützer der Aktion anschließen und auf der Webseite des Berliner Appells die Petition ebenfalls unterzeichnen.

Quelle: n-tv.de, nne

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