Politik

Drei Jahre nach Nobelpreis Iran verbietet Ebadi-Zentrum

Die 2002 gegründete Menschenrechtsorganisation der iranischen Friedensnobelpreis-Trägerin Shirin Ebadi ist von den Behörden verboten worden. Ebadi protestierte gegen das Verbot ihres "Zentrums für Menschenrechtsverteidiger" (CHRD), wie die Teheraner Zeitung "Sharq" am Samstag berichtete.

Das CHRD hatte nach Ebadis Angaben eine provisorische Genehmigung erhalten und die geforderten Veränderungen bei den Statuten vorgenommen, ohne aber eine Antwort vom Innenministerium zu erhalten. Jetzt verwies das Ministerium darauf, dass das CHRD keine Arbeitserlaubnis habe und daher illegal sei. Den Mitarbeiter wurde mit Strafen gedroht.

Ebadi berief sich auf die iranische Verfassung, wonach Vereinigungen, die Recht und Ordnung respektieren, keine Arbeitserlaubnis brauchen. Das CHRD war von Ebadi und anderen bedeutenden Juristen Irans vor vier Jahren gegründet worden, um für die Einhaltung der Menschenrechte zu kämpfen und inhaftierten Dissidenten Rechtsbeistand zu gewähren. 2003 erhielt Ebadi als erste muslimische Frau den Friedensnobelpreis.

Quelle: n-tv.de