Politik

US-Vorwürfe gegen Teheran Iran verschiebt Grenze

Die USA erheben neue Vorwürfe gegen den Iran. Das Land verschiebe Grenzposten in den Irak sagte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington. Dies sei ein inakzeptabler Vorgang und verletzte die Souveränität des Nachbarstaates.

Dem Bericht Rumsfelds zufolge habe Iran an einem rund 25 Kilometer langen Abschnitt einige Grenzposten mehrere Kilometer in den Irak verschoben. Teheran solle die Posten zurückziehen, sagte Rumsfeld.

Die USA haben im Irak seit dem Krieg zehntausende Soldaten stationiert. Die Führung in Teheran hatte Vorwürfe der USA zurückgewiesen, nach dem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein Mitgliedern der Führung Unterschlupf gewährt zu haben. Die USA vermuten, dass im Iran ausgebildete Schiiten die Grenze zum Südirak überquert haben, um dort iranische Interessen voranzutreiben.

Der Iran ist von schiitischen Moslems dominiert, und die US-Regierung befürchtet, dass die im Irak lange Zeit unterdrückten Glaubensbrüder versuchten könnten, einen islamischen Staat nach dem Vorbild des Nachbarlandes zu gründen. Die US-Regierung wirft Iran unter anderem vor, nach Massenvernichtungswaffen zu streben und den internationalen Terrorismus zuunterstützen.

IAEA-Chef in Teheran

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, hat den Iran zur vollständigen Offenlegung seines Atomprogramms aufgefordert. Dazu gehöre auch die Zustimmung zu uneingeschränkten Inspektionen, sagte ElBaradei am Mittwoch nach Gesprächen mit Regierungsvertretern in Teheran. Nur so erwerbe Iran das Recht, nukleare Energie und die dazu gehörige Technologie zu friedlichen Zwecken zu nutzen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur IRNA den IAEA-Chef.

ElBaradei hatte schon vor Beginn der Gespräche angekündigt, er wolle die iranische Regierung zur Unterzeichnung eines Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag auffordern, das uneingeschränkte und unangekündigte Inspektionen aller Atomanlagen ermöglicht. Damit sollten künftige Kontrollen eine rechtliche Grundlage erhalten, bekräftigte der IAEA-Chef später bei einer Pressekonferenz.

Quelle: n-tv.de