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Angeblich 2000 Kilometer Reichweite Iran zeigt Angriffsdrohne

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"Fotros" soll bis zu 30 Stunden lang im Einsatz bleiben können.

(Foto: AP)

Die Nachrichten aus dem Iran dürften Israel beunruhigen: Teheran will eine neue Drohne gefertigt haben. Das unbemannte Flugobjekt kann den Angaben nach nicht nur für die Aufklärung genutzt, sondern auch mit Raketen ausgerüstet werden.

Der Iran hat eine Kampfdrohne "mit einer Reichweite von 2000 Kilometern" präsentiert. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna zitierte Verteidigungsminister Hossein Dehghan mit den Worten, die Drohne "Fotros" könne bei einer "Flughöhe von 25.000 Fuß zwischen 16 und 30 Stunden" im Einsatz bleiben. Sie sei für Aufklärungszwecke geeignet, könne aber auch "Luft-Boden-Raketen für Militäroperationen" befördern.

Die Drohne wurde dem Minister zufolge "erfolgreich" getestet und zeige, dass "die von den Feinden auferlegten Sanktionen kein Hindernis für Fortschritte in der Verteidigungsindustrie" seien. Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von "Fotros" beim Start, während des Fluges und bei der Landung. "Fotros" kann laut Dehghan auch dazu genutzt werden, Erdöl- und Gasleitungen sowie Straßen und Landesgrenzen zu überwachen.

Der Iran verfügt über ein eigenes Programm mit unbemannten Flugzeugen, über das sich unter anderem Israel beunruhigt zeigt. Ende September hatte die Elitetruppe der Revolutionsgarden die Massenproduktion des Modells "Schahed 129" angekündigt. Die Drohne soll 1700 Kilometer weit fliegen und acht Raketen transportieren können - bei einer Flugdauer von 24 Stunden.

Ebenfalls im September hatte Teheran die Aufklärungsdrohne Drohne "Jassir" vorgestellt. Bei einer Flughöhe von 4,5 Kilometern und einer Reichweite von 200 Kilometern soll sie acht Stunden im Einsatz bleiben können. Sie ähnelt dem US-Modell "ScanEagle", von dem der Iran nach eigenen Angaben 2012 ein Exemplar abgefangen hatte. Nach US-Angaben war die Drohne bei einem Aufklärungsflug in Afghanistan wegen eines technischen Fehlers in iranischen Luftraum geraten und schließlich im Osten des Landes abgestürzt.

Ob die Drohnen tatsächlich über die vom iranischen Militär genannten Fähigkeiten verfügen, ist unklar. Anfang des Jahres hatte Teheran einen angeblichen Kampfjet präsentiert. Zweifel an der Flugfähigkeit sollten mit einem Bild widerlegt werden, dass sich als Photoshop-Arbeit herausstellte.

Quelle: n-tv.de, hah/AFP