Politik

Israelfeindliche Äußerungen Irans Regierung im Visier

Die Bundesregierung hat am Montag den iranischen Geschäftsträger in Berlin einbestellt, um gegen die israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu protestieren. Dies teilte das Auswärtige Amt mit. Die Bundesregierung will zudem beim EU-Gipfel am Wochenende auf eine Erklärung zur Missbilligung der Äußerungen dringen, wie Regierungssprecher Thomas Steg sagte.

Er verwies darauf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die "ungeheuerlichen, nicht hinnehmbaren Äußerungen" bereits scharf kritisiert hatte. Der iranische Geschäftsträger wurde nach Angaben des Auswärtigen Amts einbestellt, weil der Botschafter derzeit nicht in Berlin ist. Die Einbestellung war bereits vergangene Woche angekündigt worden. Sie gilt als "ernster Vorgang" im Rahmen diplomatischer Beziehungen.
Ahmadinedschad hatte vergangene Woche in Mekka gesagt, Israel solle nach Europa -möglichst nach Deutschland oder Österreich -verlegt werden. Zudem hatte er Zweifel am Holocaust geäußert. "Bietet ihnen ein Stück Land in Europa an, und wir werden die Entscheidung unterstützen und das Land nicht angreifen", hatte er gesagt.

Quelle: ntv.de

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