Politik

Tote in Mogadischu Islamisten stürmen Hotel

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Ein verwundeter Zivilist wird im Medina Hospital in Mogadischu versorgt.

AP

Bei Kämpfen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu töten radikalislamische Kämpfer viele Menschen, darunter mehrere Parlamentsabgeordnete. Die Shebab-Miliz hatte den Friedenstruppen der Afrikanischen Union zuvor den "endgültigen Krieg" erklärt.

Radikalislamische Kämpfer der Shebab-Miliz haben ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu gestürmt und mindestens 28 Menschen getötet. Unter den Toten seien sechs Parlamentsabgeordnete, teilte die Regierung mit. Die Angreifer hätten sich anschließend selbst getötet, um einer Festnahme zu entgehen.

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Die radikale Shebab-Miliz führt den "endgültigen Krieg" gegen die Friedenssoldaten.

(Foto: AP)

Seit Montag führen islamistische Aufständische eine Offensive gegen die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU), die in dem Krisenstaat stationiert sind. Die Rebellen der Shebab-Miliz haben den etwa 6000 Soldaten der AU in Somalia den "endgültigen Krieg" erklärt.

Als Armeeangehörige verkleidete Miliz-Kämpfer stürmten nach Polizeiangaben das Hotel in der Nähe des Präsidentenpalastes und töteten mehrere Abgeordnete, die sich dort aufhielten. "Das Hotel wurde von zwei Angreifern gestürmt, einer war mit einer Handgranate bewaffnet und der andere mit einem Maschinengewehr", teilte ein Sprecher der Afrikanischen Union mit. Sie hätten die Politiker "abgeschlachtet", sagte der Parlamentarier Mohamed Hasan.

In Somalia kontrollieren islamische Extremisten große Teile des Landes. Die vom Westen unterstützte Regierung hat lediglich in ein paar Straßen der Hauptstadt Mogadischu das Sagen.

Die Kämpfe sind die schwersten seit Monaten in Somalia. Die Islamisten wollen die schwache, vom Westen gestützte Regierung vertreiben, die in Mogadischu von AU-Truppen aus Uganda und Burundi beschützt wird.

Quelle: n-tv.de, AFP/rts

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