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AKW steht im Erdbebengebiet Japan fährt zweiten Reaktor an

Demonstration von Kernwaffengegnern in Tokio:
 Zehntausende Menschen versammelten sich in einem Park und forderten den Abschied Japans von der Kernkraft.

Demonstration von Kernwaffengegnern in Tokio: Zehntausende Menschen versammelten sich in einem Park und forderten den Abschied Japans von der Kernkraft.

(Foto: AP)

Ungeachtet der Proteste für ein Ende der Atomkraft ist in Japan ein zweiter Atomreaktor wieder ans Netz gegangen. Die Betreibergesellschaft Kepco nahm den Reaktor Nummer 4 des Atomkraftwerks Oi in Betrieb, obwohl für den Standort der Anlage laut Geologen Erdbebengefahr besteht. Kepco erklärte jedoch, dass nach einer Prüfung der Bodenbeschaffenheit der Wiederinbetriebnahme des Reaktors nichts entgegenstehe.

Im Kraftwerk Oi produziert seit Anfang des Monats bereits ein anderer Reaktor wieder Strom, nachdem als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima zwei Monate lang sämtliche Reaktoren des Landes für Sicherheitsprüfungen abgeschaltet worden waren. Die Regierung hatte die Wiederinbetriebnahme der beiden Reaktoren angesichts des steigenden Strombedarfs für Klimaanlagen genehmigt.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, soll der Reaktor 4 im AKW Oi ab Samstag Energie ins Netz einspeisen und bis 25. Juli seine volle Leistung erreichen. Am Montag hatten in Tokio 170.000 Menschen für ein Ende der Atomkraft in Japan protestiert.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

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