Politik

Das Rennen wird zum Duell John Edwards gibt auf

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber John Edwards ist aus dem Rennen um das Weiße Haus ausgestiegen. Der 54-Jährige gab in New Orleans bekannt, dass er seine Kandidatur zurückziehe. Damit sind bei den Demokraten nur noch die Senatoren Barack Obama und Hillary Clinton im Rennen.

Der als relativ links geltende Edwards hatte keine der bisherigen Vorwahlen für sich entscheiden können. "Es ist Zeit, dass ich zur Seite trete", sagte Edwards. Zwar könne man noch nicht sagen, wer bei nach den Präsidentenwahlen im November ins Weiße Haus einzieht. "Aber es ist klar, dass die demokratische Partei Geschichte machen wird."

Edwards gab keine Empfehlung für Obama oder Clinton ab. Der frühere Senator aus North Carolina gilt als möglicher Kandidat für eine Vizepräsidentschaft an der Seite des Siegers.

Der nächste wichtige Termin ist der 5. Februar. Dann finden in 22 Bundesstaaten Vorwahlen statt.

John Edwards war bereits 2004 angetreten, unterlag jedoch gegen John F. Kerry. Schließlich bewarb er sich als Kerrys "running mate" um das Amt des Vizepräsidenten. Kerry verlor die Wahl allerdings gegen George W. Bush.

Der 54-Jährige wuchs in einfachen Verhältnissen auf, schaffte aber den Sprung an die Universität, wo er in Jura promovierte. Als Anwalt spezialisierte er sich auf Kunstfehler von Ärzten, verdiente so Millionen und erwarb sich Verdienste um den Verbraucherschutz. Edwards setzte sich im Wahlkampf für eine Änderung der Besteuerung von Armen und Reichen ein. Aus dem Irak wollte er sofort ein Drittel der Truppen nach Hause holen, gefolgt von einem weiteren gestaffelten Abzug.

Edwards gilt als äußerst telegen. Das Boulevard-Magazin "People" wählte ihn einst zum Politiker mit dem größten Sex-Appeal in den USA. Seine Frau Elizabeth ist schwer an Brustkrebs erkrankt, unterstützt aber seine Ambitionen auf das Präsidentenamt. Das Paar hat drei Kinder, ein weiterer Sohn starb 1996 bei einem Verkehrsunfall.

Quelle: n-tv.de

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