Politik

Rache für ermordeten Kampfpiloten Jordanien fliegt Luftangriffe auf IS

Jordaniens Antwort auf die grausige Ermordung eines Kampfpiloten ist Rache. Zwei Todesurteile wurden bereits vollstreckt. Nun lässt König Abdullah seiner Ankündigung eines "gnadenlosen Krieges" gegen die Terrormiliz IS Taten folgen - und schickt seine Luftwaffe.

Jordanien hat auf die grausame Hinrichtung des entführten Kampfpiloten Maas al-Kassasbeh durch den Islamischen Staat (IS) mit Luftangriffen auf die Dschihadistenorganisation reagiert. Die jordanische Luftwaffe habe IS-Stellungen beschossen, sagte ein Regierungsvertreter in Amman.

Zu den Angriffsorten wollte er sich nicht äußern, die Armee werde später eine Erklärung dazu abgeben. Jordanien hat sich in der Vergangenheit regelmäßig an Luftangriffen auf IS-Stellungen in Syrien beteiligt, die Teil der US-geführten Offensive gegen die Dschihadisten im Iran und in Syrien sind.

Der jordanische König Abdullah II. reiste derweil in al-Kassasbehs Heimatort Karak rund 120 Kilometer südlich von Amman, um der Familie des 26-jährigen Kampfpiloten persönlich sein Beileid auszusprechen. Das Staatsfernsehen zeigte ihn beim Vater des Piloten, Safi al-Kassasbeh. Hunderte weitere Menschen scharten sich um ein traditionelles Zelt, das dort für die Trauergesellschaft aufgestellt worden war. Als Ehrerweisung für den getöteten Piloten flogen mehrere Kampfflugzeuge über die Trauergesellschaft hinweg.

In dem Bericht des Staatsfernsehens äußerte sich Abdullah nicht. Zuvor hatte der Monarch aber angekündigt, die "Antwort Jordaniens und seiner Armee, nachdem was unserem lieben Sohn passiert ist, wird hart sein".

Am Dienstag war im Internet ein Video aufgetaucht, das die Hinrichtung des im Dezember in Syrien von der IS-Miliz verschleppten Soldaten Maas al-Kassasbeh zeigte. Der 26-Jährige wurde in einem Käfig bei lebendigem Leib verbrannt. Als Reaktion darauf wurden in Jordanien die irakische Dschihadistin Sadschida al-Rischawi und das Al-Kaida-Mitglied Siad Karbuli hingerichtet.

Quelle: n-tv.de, dsi/AFP

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