Politik

Pech für Unverheiratete Kein Freibetrag für wilde Ehen

Unverheiratete Paare haben häufig Pech: Die Vorzüge, die Eheleuten gewährt werden, gelten häufig nicht für sie. Die Lasten schon. So nun auch beim Freibetrag für Alleinerziehende. Dieser kann unverheirateten Paaren mit Kindern gestrichen werden.

Diesen Freibetrag gebe es seit Anfang 2004 nur noch für "echte" Alleinerziehende, bestätigte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Samstag grundsätzlich einen Bericht des Magazins "Focus". Wie bei allen Freibeträgen müssten aber die Voraussetzungen für ihre Gewährung erfüllt werden. Unverheiratet zusammen lebende Elternpaare können die Steuererleichterung nicht beanspruchen.

Die Zeitschrift hatte berichtet, alle Inhaber der Steuerklasse 2 müssten sich bis zum 20. September 2004 bei ihrer Gemeinde melden. Dort müssen die Betroffenen schriftlich versichern, dass sie allein mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern in einem Haushalt leben. Andernfalls werde rückwirkend für 2004 der Freibetrag für Alleinerziehende in der Höhe von 1308 Euro gestrichen.

Das Bundesfinanzministeriums wies darauf hin, dass für die Umsetzung und die Überprüfung der Neuregelung im Haushaltsbegleitgesetz 2004 die einzelnen Finanzämter zuständig seien. Es gebe keine Vorgabe, die Angaben der Steuerzahler bis zum September zu überprüfen.

Quelle: n-tv.de