Politik

Südkorea widerspricht Kein neuer Raketentest

Südkorea hat am Dienstag japanischen Berichten widersprochen, wonach Nordkorea eine weitere Kurzstreckenrakete erprobt haben soll. "Unsere Systeme haben heute keinerlei Raketenstart durch Nordkorea registriert", teilte der Generalstab in Seoul mit und schlussfolgerte: "Nach unserer Analyse ist der Bericht falsch."

Ein Sprecher des japanischen Verteidigungsministeriums hatte zuvor gesagt, es gebe Berichte, dass Nordkorea eine Boden-Schiff-Kurzstreckenrakete auf ein Ziel vor der Ostküste des Landes abgeschossen habe, die zweite innerhalb von zwei Tagen. Die Rakete habe wahrscheinlich eine Reichweite von 100 Kilometern. Auch der Fernsehsender NHK hatte dies vermeldet.

Am Vortag hatte Nordkorea eine solche Rakete abgeschossen, offenbar im Rahmen eines Militärmanövers. Der Generalstab in Seoul vermutete, dass es sich wieder um eine Schiffszielrakete kurzer Reichweite und nicht um eine ballistische Rakete handelte, wahrscheinlich um eine Rakete des Typs "Seidenraupe" chinesischer Herkunft.

Zum selben Zeitpunkt trafen sich in Malaysia Staats- und Regierungschefs des Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsrates (Apec). Ein zentrales Thema dieses Gipfeltreffens ist die Sicherheit in der Region und dabei vor allem das Atomprogramm Nordkoreas. Die USA werfen dem Land vor, Atomwaffen herzustellen. Die Führung Nordkoreas, das den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt hat, verlangt von den USA einen Nichtangriffspakt, bevor es seine Atomanlagen wieder unter internationale Kontrolle stellt.

US-Präsident George W. Bush und Südkoreas Präsident Roh riefen Pjöngjang am Rande des APEC-Gipfels auf, auf die diplomatischen Bemühungen verschiedener Länder um neue Sechser-Gespräche über den Atomstreit positiv zu antworten.

Quelle: ntv.de