Politik

Contra zu BDI-Vorschlag Keine Rentennullrunde

Trotz finanzieller Schwierigkeiten der Sozialkassen soll die Rentenanpassung in diesem Jahr wie geplant vorgenommen werden. Der Sprecher des Sozialministeriums, Klaus Vater, widersprach damit Äußerungen des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, der ein Aussetzen der Rentenerhöhung gefordert hatte.

Rogowski hatte zur Stabilisierung der Rentenkassen bis zu drei Nullrunden für Rentner vorgeschlagen. Er halte es für gerechtfertigt, dass die Rentenerhöhungen "auch mal für ein, zwei oder drei Jahre ausgesetzt werden", hatte Rogowski am Montag in Berlin bei der Jahrespressekonferenz seiner Organisation gesagt. Die Rentner hätten bislang einen zu geringen Beitrag zur Stabilisierung des Sozialsystems geleistet.

Vater verwies auf die vollzogene Anhebung des Beitragssatzes zum Jahresanfang auf 19,5 Prozent, die ein Polster von 2,5 Milliarden Euro in die Rentenkasse gebracht habe. Er unterstrich, die Situation der Rentenkasse sei schwierig. Das sei auch von der Bundessozialministerin Ulla Schmidt nie bestritten worden.

Vater verwies auf das konjunkturelle Risiko aus der schwierigen wirtschaftlichen Situation, das ebenfalls Einfluss auf die Rentenkasse habe. Ministerin Schmidt setze jedoch darauf, dass die von der Bundesregierung in Angriff genommene Umsetzung des Hartz-Konzeptes greifen werde und sich die Lage im Verlauf des Jahres freundlicher darstelle.

Quelle: n-tv.de

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