Politik

Kreml fordert Freilassung Kiew führt russische Journalisten vor

An den Händen gefesselt werden Männer von Uniformierten zu Boden gedrückt: Ukrainische Sicherheitskräfte nehmen offenbar russische Journalisten fest. In einem Video ist zu sehen, wie harsch die Truppen mit ihnen umgehen.

In der Ukraine haben Regierungstruppen zwei russische Journalisten festgenommen. Sie waren im Auftrag des kremltreuen Fernsehsenders Lifenews unterwegs. Ihnen wird vorgeworfen, militante prorussische Separatisten begleitet zu haben. Die Journalisten hatten diese "Terroristen" bei einem Überfall auf einen Flugplatz nahe der Stadt Kramatorsk filmen wollen, so die Regierung in Kiew.

Das Flugfeld im Gebiet Donezk wird von Regierungstruppen kontrolliert, die in der Ostukraine eine "Anti-Terror-Operation" gegen Separatisten führen. Auch die militanten prorussischen Kräfte halten zahlreiche ukrainische Journalisten fest.

Bei Youtube wurde ein Video veröffentlicht, dass Männer nach ihrer Festnahme durch  ukrainische Sicherheitskräfte zeigen soll, die offenbar mit Hubschraubern anrückten. Die Festgenommenen werden dabei äußerst rabiat behandelt, unter anderem müssen sie an den Händen gefesselt auf dem Boden kauern und werden dabei von Soldaten heruntergedrückt. In dem Video werden auch Waffen gezeigt, die die Separatisten mit sich geführt haben sollen.

Russland forderte die ukrainische Führung auf, die festgenommenen Moskauer Journalisten unverzüglich freizulassen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow appellierte an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Druck auf die Regierung in Kiew auszuüben, damit die Reporter wieder frei kommen. Die OSZE ist mit einer Beobachtermission in der Ukraine vertreten.

"Lifenews hat häufig auf fürchterliche Art und Weise über die Ukraine berichtet", twittert ein BBC-Reporter. "Aber Journalisten festzunehmen kann nicht die Antwort sein."

Quelle: n-tv.de, jga/dpa

Mehr zum Thema