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Kohle-Freund ist Trumps erste Wahl Klimaschutzgegner soll Umweltbehörde leiten

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Scott Pruitt (l.) glaubt nicht an den Klimawandel.

(Foto: REUTERS)

Scott Pruitt hat als Chefankläger des Bundesstaats Oklahoma vor allem mit seinen zahlreichen Klagen gegen die US-Umweltbehörde EPA auf sich aufmerksam gemacht. Nun soll der erklärte Klimawandel-Leugner Chef ebendieser Behörde werden.

Der designierte US-Präsident Donald Trump will einen erklärten Gegner der Klimaschutzpolitik seines Vorgängers Barack Obama zum neuen Chef der Umweltbehörde EPA ernennen. Trump habe den Chefankläger des Bundesstaats Oklahoma, Scott Pruitt, für diesen Posten ausgewählt, teilte sein Beraterteam am Mittwoch mit. Der 48-Jährige gilt als Freund der Öl- und Kohle-Industrie und hat seit seinem Amtsantritt in Oklahoma im Jahr 2011 mit zahlreichen Klagen Auflagen der Umweltbehörde angefochten. Zudem hat er den Klimawandel angezweifelt.

Seine Nominierung für die Leitung der Behörde, die auch federführend bei den US-Ermittlungen im Abgasskandal um Volkswagen ist, deutet darauf hin, dass Trump einen großen Teil von Obamas Umweltschutzpolitik rückgängig machen könnte. Trump hatte im Wahlkampf den Klimawandel als eine Erfindung zum Schaden der US-Industrie bezeichnet und zunächst einen Ausstieg der USA aus dem Welt-Klimaabkommen von Paris gefordert. Seit seiner Wahl Anfang November signalisierte der Immobilien-Milliardär jedoch auch Offenheit für den Klimaschutz.

Zum neuen Heimatschutzminister will Trump Insider-Informationen zufolge den Ex-General John Kelly ernennen. Der 66-Jährige bestätigte dem Sender "Fox News", dass er deswegen gefragt worden sei und dies als große Ehre empfinde. Er wäre der dritte Ex-General in Trumps Regierungsteam, nach James Mattis, der Verteidigungsminister werden soll, und Michael Flynn, der für den Posten des Nationalen Sicherheitsberaters vorgesehen ist.

Kelly, der wie Mattis bei den Marines diente, hat sich wie Trump für ein verschärftes Vorgehens gegen illegale Einwanderung und eine Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu Mexiko starkgemacht.

Quelle: n-tv.de, jve/rts

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