Politik

Bestätigung aus Karlsruhe Klump an Anschlag beteiligt

Die inhaftierte RAF-Terroristin Andrea Klump soll 1991 in Budapest im Auftrag einer palästinensischen Gruppe an einem Autobombenanschlag auf jüdische Auswanderer aus Russland beteiligt gewesen sein. Dies teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Die Behörde bestätigte damit einen Bericht der ungarischen Tageszeitung "Nepszabadsag". Generalbundesanwalt Kay Nehm führt gegen die 44 Jahre alte Deutsche sowie gegen Unbekannt Ermittlungen wegen Verdachts des versuchten Mordes und anderer Straftaten.

Möglicher Komplize bei dem am 23. Dezember 1991 verübten Anschlag mit fünf zum Teil schwer Verletzten war laut Bundesanwaltschaft der vor drei Jahren gestorbene Ex-Terrorist Horst Ludwig Meyer gewesen. In einer Wohnung in Budapest, die die Täter als Quartier benutzt hätten, sei Spurenmaterial sichergestellt worden, das nach Untersuchungen des Bundeskriminalamtes (BKA) den beiden Deutschen habe zugeordnet werden können, hieß es. Meyer war in Begleitung Klumps 1999 bei einer Polizeikontrolle in Österreich erschossen worden.

Klump war bei dem Vorfall festgenommen und später an Deutschland ausgeliefert worden. Am 15. Mai dieses Jahres hatte das Oberlandesgericht Stuttgart sie wegen Beteiligung an einem 1988 im südspanischen Rota verübten Sprengstoffanschlag zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt.

Quelle: ntv.de