Politik

CSU aus dem Häuschen Köhler für anderes Familienbild

Die Forderung von Bundespräsident Horst Köhler nach einem neuen Familienbild, das Alleinerziehende und Homosexuelle einschließt, ist in der CSU auf Irritation gestoßen. Er könne in das "Leitbild Familie gleichgeschlechtliche Beziehungen und Kinder nicht einbeziehen", sagte Landtagspräsident Alois Glück.

Dem "Münchner Merkur" sagte Glück weiter: "Im Hinblick auf Erziehungsfaktoren brauchen Kinder die Erfahrungen von Vater und Mutter. Hier hat die Union ein klares Bild: Unser Ideal ist eine gelungene Partnerschaft zwischen Mann und Frau."

Köhler hatte am Mittwoch in einer familienpolitischen Grundsatzrede unter anderem gesagt, partnerschaftliche Lebensentwürfe könnten in ganz unterschiedlichen Strukturen gelingen: "In der Ehe, in nicht-ehelichen und auch gleichgeschlechtlichen Familien, in Patchwork- oder Einelternfamilien." In der Grundsatzrede beim Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing forderte Köhler, berufstätige Frauen sollten nicht als "Rabenmütter" abqualifiziert werden, Hausfrauen nicht als "Heimchen am Herd".

Quelle: n-tv.de