Politik

Straßensperren an Grenze zu Serbien Kosovo-Gemeinden bleiben hart

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Kein Durchkommen: die Straßensperre im nördlichen Kosovo.

(Foto: REUTERS)

Der Grenzstreit zwischen Kosovo und Serbien geht weiter. Fünf Stunden verhandeln kosovarische Bürgermeister und Serbiens Präsident Tadic, doch die Straßensperre in Zubin Potok bleibt. Auch KFOR und EULEX dürfen die Barrikade nicht passieren.

Im Streit um Grenzbarrikaden im Kosovo bleiben die Fronten verhärtet. Eine Vermittlung des serbischen Staatspräsidenten Boris Tadic scheiterte. Es sei "kein wirklicher Fortschritt erzielt" worden, berichtete der Bürgermeister der serbischen Kosovo-Gemeinde Zubin Potok, Slavisa Ristic, nach fünfstündigen Verhandlungen mit Tadic in Belgrad.

Er und seine drei Bürgermeisterkollegen hätten die Forderung von Tadic abgelehnt, der internationalen Schutztruppe KFOR und der EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) die freie Fahrt auch im Norden des Landes zu ermöglichen, sagte Ristic weiter: "Unsere Leute werden auf den Barrikaden bleiben und weder KFOR noch EULEX die Durchfahrt erlauben". Andere Straßensperren hatte die KFOR vor wenigen Tagen geräumt.

Damit sind alle Lösungsversuche gescheitert. Die Serben wollen mit ihren vor mehr als einem Monat errichteten knapp 20 Straßensperren erzwingen, dass die Zöllner und Polizisten der albanisch beherrschten Kosovo-Regierung von den beiden umkämpften Grenzübergängen Jarinje und Brnjak abgezogen werden. Die USA und die große Mehrheit der EU-Mitglieder lehnen das ab.

Quelle: ntv.de, dpa