Politik

Milliardengewinn Krankenkassen im Plus

Die gesetzlichen Krankenkassen haben das Jahr 2005 mit einer positiven Finanzbilanz beendet. Sie konnten einen Überschuss von etwa 1,78 Milliarden Euro vermelden. Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums lag das Plus im Westen bei 1,086 Milliarden Euro, im Osten bei 690 Millionen Euro.

Damit hat sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr allerdings mehr als halbiert. Nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hätte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ohne die stark gestiegenen Ausgaben für Arzneimittel sogar "einen ähnlich hohen Überschuss wie 2004 erzielen können, als das positive Finanzergebnis bei rund vier Milliarden Euro lag". Die Arzneiausgaben der Krankenkassen nahmen 2005 um gut 16 Prozent oder fast 3,5 Milliarden Euro zu.

Die Nettoverschuldung fast aller Kassen konnten, zwei Jahre früher als vorgesehen, "vollständig abgebaut werden", so das Bundesgesundheitsministerium. Es gebe lediglich einzelne Krankenkassen mit Verschuldungen. Diese seien zum schrittweisen Schuldabbau verpflichtet.

Im laufenden Jahr kann durch die letztmals steigenden Bundeszuschüsse und das jüngste Arzneimittel-Sparpaket der Mitteilung zu Folge ein Kassendefizit vermieden werden. Bislang habe der durchschnittliche Beitragsatz bei knapp 13,3 Prozent stabil gehalten werden können.

Quelle: ntv.de