Politik

Angst um den Job Krankenstand auf Rekordtief

Zuletzt hatten wir eine Meldung mit dieser Überschrift vor einem halben Jahr auf unseren Seiten. Bereits im November 2003 war der Krankenstand in den deutschen Betrieben auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Damals ergab die Statistik im Durchschnitt für jeden Arbeitnehmer 5,8 krankheitsbedingte Fehltage.

Ein Ende dieser Entwicklung scheint nicht abzusehen - die Zahl der Krankmeldungen ist nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" in den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch einmal deutlich gesunken. Demnach fehlten die rund 34 Mio. Beschäftigten in Deutschland zwischen Januar und Juni 2004 insgesamt 3,4 Prozent der Sollarbeitszeit. Das sei ein Minus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3,7 Prozent). Die Fehlquote entspreche nun noch 3,7 Arbeitstagen.

Grund für diese Entwicklung ist nicht unbedingt eine generelle Verbesserung der Volksgesundheit. Die Experten gehen vielmehr davon aus, dass die schwache Konjunktur und die Angst der Arbeitnehmer, in Zeiten hoher Erwerbslosigkeit im Krankheitsfall den Job zu verlieren, ausschlaggebend sind.

Quelle: ntv.de

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