Politik

Regierung am Ende Krise in der Mongolei

Das mongolische Parlament hat am Freitagabend für die Entlassung der Regierung gestimmt. Zuvor war mehr als die Hälfte der Koalitionsminister zurückgetreten, um gegen das schwächelnde Wirtschaftswachstum und die steigende Inflation zu protestieren.

Die über die Parlamentsmehrheit verfügende mongolische Revolutionspartei des Volkes (MPRP) hatte angekündigt, die Regierung zu stürzen und mit anderen Parteien eine neue Regierung formen zu wollen.

Mit der notwendigen Mehrheit von einer Stimme stimmten die Abgeordneten für die Entlassung der Regierung von Ministerpräsident Tsakhiagiin Elbegdorj. Dieser rief dazu auf, so schnell wie möglich eine neue Regierung zu bilden.

In der Hauptstadt Ulan Bator hatten am Donnerstag und Freitag Tausende Menschen gegen die drohende Auflösung der Regierung protestiert. Die knapp 2,5 Millionen Einwohner der weiten, steppenreichen Republik wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Zeugen eines Machtwechsels: Allein zwischen 1996 und 2000 haben sich vier neue Regierungen gebildet.

Quelle: n-tv.de