Politik

Bomben in Istanbul Kurdische Gruppe bekennt sich

Eine bislang unbekannte radikale kurdische Gruppe hat sich am Dienstag zu den Bombenanschlägen in der türkischen Metropole Istanbul bekannt. Die Kurdistan Befreiungsfalken, wie sich die Gruppe in einer Stellungnahme nannte, hätten Rache genommen für die jüngsten Einsätze des türkischen Militärs gegen kurdische Rebellen im Osten des Landes, hieß es in Istanbul.

Bei den zeitgleichen Bombenanschlägen auf zwei Hotels und ein Gas-Depot wurden zwei Menschen getötet und elf verletzt. Die meisten Opfer sind Touristen. Deutsche waren nach offiziellen Angaben nicht betroffen.

Zu der Tat hatten sich auch die Abu-Hafs-al-Masri-Brigaden bekannt, die Verbindungen zur Al-Kaida des Moslem-Extremisten Osama bin Laden haben sollen. Ähnliche Stellungnahmen der Brigaden, die weitere Anschläge ankündigten, waren in der Vergangenheit bei den Ermittlern jedoch auf Skepsis gestoßen.

In Istanbul haben in der Vergangenheit sowohl militante Kurden als auch Linksradikale und Moslem-Extremisten Anschläge verübt.

Quelle: ntv.de