Politik

Schröders "dumme" Wähler Lafontaine attackiert Kanzler

Oskar Lafontaine hat Bundeskanzler Gerhard Schröder vorgeworfen, die Wähler "für dumm" zu verkaufen. Der frühere SPD-Chef schrieb in der „Bild"-Zeitung“, Schröder verlange von seiner Partei und der Bundestagsfraktion, bei Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Kündigungsschutz und Krankengeld "Wortbruch" zu begehen. Schröders Agenda 2010 bestehe aus "uralten Ladenhütern der Unternehmerverbände".

Aber Schröder habe die Rechnung ohne den Wirt gemacht, so Lafontaine weiter. "Sozialdemokraten und ihre Bundestagsabgeordneten haben Anstand und Ehrgefühl. Sie sind nicht bereit, das Volk zu betrügen."

Lafontaine äußerte Unterstützung für die SPD-Abgeordneten, die über Schröders Reformpläne ein Mitgliederbegehren herbeiführen wollten. "Wer darauf besteht, Wahlversprechen einzuhalten, ist kein Verräter", erklärte er. "Der Sonderparteitag der SPD muss den beabsichtigten Wahlbetrug verhindern und die Regierung zum Kurswechsel zwingen."

Quelle: ntv.de