Politik

Doch keine 100-Prozent-Steuer? Linke fühlt sich falsch zitiert

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Katja Kipping

(Foto: dapd)

Mit einer Forderung, Gehälter von über 40.000 Euro mit 100 Prozent zu besteuern, sorgt die Linke für Aufsehen. Doch das sei gar nicht der Plan, sagt die Parteivorsitzende nun. Gemeint sei: Die Unternehmen sollten keine höheren Löhne auszahlen.

Die Linke will Millioneneinkommen mit 75 Prozent, nicht mit 100 Prozent versteuern. Das stellte Parteichefin Katja Kipping klar. Sie wies damit einen Bericht zurück, nach dem Jahreseinkommen ab einer halben Million Euro zu 100 Prozent besteuert werden sollen.

Kipping sagte, es solle nach den Vorstellungen der Linken für die Bundestagswahl wieder einen Spitzensteuersatz wie unter Helmut Kohl geben, also von 53 Prozent. Zudem wolle die Linke in ihrem Programm vorschlagen, "dass es für jeden Euro, den einer oberhalb von einer Millionen Euro verdient, eine 75-prozentige Millionärssteuer gibt".

"In Krise sind die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher geworden", sagte Kipping. Laut "Mitteldeutscher Zeitung" heißt es in einem Programmentwurf: "Wir schlagen vor, dass niemand mehr als 40 Mal so viel verdienen sollte wie das gesellschaftliche Minimum – bei der derzeitigen Verteilung wären das immer noch 40.000 Euro im Monat."

Dies sei aber nicht so zu verstehen, dass Gehälter über dieser Summe ganz an den Staat abgeführt werden müssten. Vielmehr gehe es um "eine Forderung gegenüber den Unternehmen, die Gehälter ihrer Spitzenleute maximal auf das 40-Fache des gesellschaftlichen Minimums zu begrenzen."

Quelle: n-tv.de, che/dpa

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