Politik

Rechtsextremist auf der Flucht Mahler beantragt Asyl in Ungarn

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Horst Mahler wartet 2008 im Landgericht Potsdam auf den Prozessbeginn.

(Foto: picture alliance / Bernd Settnik)

Eigentlich soll Horst Mahler in Brandenburg an der Havel eine Gefängnisstrafe absitzen. Doch daran denkt der verurteilte Holocaust-Leugner gar nicht: Einem Bericht zufolge hat er beim "Führer der Ungarischen Nation" Asyl beantragt.

Der verurteilte Holocaust-Leugner und Rechtsextremist Horst Mahler hat den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán um politisches Asyl gebeten. Das geht nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" aus einer Erklärung hervor, die Mahler veröffentlichte. Darin heißt es: "Ich habe am 12. Mai 2017 den Führer der Ungarischen Nation, Viktor Orbán, ersucht, mir als politisch Verfolgtem Asyl in Ungarn zu gewähren." Am Schluss der Erklärung steht: "Im Vertrauen auf den Freiheitssinn des Volkes der Ungarn lege ich mein Schicksal in die Hände seiner Regierung." Dann folgt die handschriftliche Signatur Horst Mahler.

Der 81-jährige ehemalige Anwalt hatte sich zuvor einem erneuten Gefängnisaufenthalt in Brandenburg an der Havel entzogen. In einem am 9. April im Internet veröffentlichten Video sagte Mahler, er werde Asyl in einem "aufnahmebereiten, souveränen Staat" erbitten.

Mahler hatte 2009 begonnen, eine zehnjährige Gefängnisstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts zu verbüßen. Im Sommer 2015 erhielt er wegen einer schweren Diebates-Erkrankung Haftverschonung.

Ende vergangenen Jahres hob das Oberlandesgericht Brandenburg die Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung allerdings auf. Der einstige Linksradikale, der sich zum Rechtsradikalen wandelte und als unbelehrbar gilt, hatte sich anhaltend antisemitisch geäußert.

Quelle: n-tv.de