Politik

Emnid-Umfrage Mehrheit will Russland in NATO

Mehr als ein Jahrzehnt nach Ende des Kalten Krieges spricht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen für einen Beitritt Russlands zur NATO aus. In dieser Frage unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche so gut wie gar nicht. Das ergab eine Emnid-Umfrage für n-tv.

Insgesamt sprachen sich mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent in den neuen wie in den alten Bundesländern) für einen Beitritt Russlands zum Nordatlantik-Bündnis aus, das einst als Gegenpart zur ehemaligen UdSSR gegründet wurde. Ein Viertel (26 Prozent) lehnt einen Beitritt ab. In Ostdeutschland wollten 23 Prozent, in Westdeutschland 27 Prozent Russland nicht in der NATO sehen.

Bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen am Sonntag halten sich die Befürworter einer großen Koalition und die einer rot-grünen Koalition fast die Waage: 19 Prozent wünschen sich eine CDU/SPD-Regierung und 18 Prozent eine aus SPD und Grünen. Allerdings würden sich 62 Prozent der Befragten auf jeden Fall eine Regierung unter Beteiligung der SPD wünschen, aber nur 35 Prozent unbedingt mit der CDU.

Rot-Rot-Grün (SPD/PDS/Grüne) würden elf Prozent favorisieren, nur acht Prozent eine rot-rote Regierungskoalition.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden 41 Prozent SPD wählen und nur 36 Prozent die Union. FDP (sieben Prozent), Grüne (sechs Prozent) und PDS (fünf Prozent) folgen auf den Plätzen. Bei der PDS sind die Unterschiede im Wählerverhalten gravierend: Während nur ein Prozent der Westdeutschen PDS wählen würde, würde dies in den neuen Bundesländern fast ein Viertel der Wähler tun (24 Prozent).

Quelle: ntv.de

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