Politik

"Gut motiviert" Merkel bei der Truppe

Die Marine ist nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereit, zur Beilegung des Libanon-Konflikts Verantwortung zu übernehmen. Sie habe den Eindruck, die Truppe sei gut motiviert, sagte Merkel bei einer Manöverfahrt auf der Fregatte "Sachsen" im Seegebiet vor Rostock-Warnemünde.

Die Marine sei eine wichtige Komponente der UNIFIL-Truppen, die im Libanon die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah überwachen soll. "Die Marine kann solche Beiträge leisten", sagte die Kanzlerin. Zunächst müssten jedoch die politischen Voraussetzungen für den Einsatz ausländischer Truppen geschaffen werden.

Die 143 Meter lange "Sachsen" mit einer Besatzung von 255 Mann könnte im Laufe eines möglichen Einsatzes vor der libanesischen Küste Aufgaben übernehmen. Das Schiff vom Typ 124 ist laut Marine auf Grund seiner Bewaffnung und eines modernen Radarsystems besonders für den Verbandsschutz und die Luftabwehr geeignet. Die Marine verfügt über insgesamt 15 Fregatten unterschiedlicher Typen.

Nach "Spiegel"-Informationen bereiten sich die Fregatten "Mecklenburg-Vorpommern" und "Karlsruhe" auf einen Einsatz vor der libanesischen Küste vor. Die "Mecklenburg-Vorpommern", eigentlich ein Schiff zur Bekämpfung von U-Booten, könnte den Verband anführen, schreibt das Nachrichtenmagazin. Beide Schiffe sind in Wilhelmshaven stationiert.

Unterdessen ist der Umfang eines deutschen Marine-Einsatzes im Libanon weiter unklar. Führende Koalitionspolitiker wiesen die von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) genährten Spekulationen über eine Ausweiterung des Einsatzes auf mehr als 1.200 Soldaten zurück. Dagegen bekräftigte Jung seine Auffassung, dass das deutsche Angebot an die Vereinten Nationen höher als bislang angenommen sei. Genaue Angaben machte er nicht.

Quelle: ntv.de