Politik

"Mehrheit ausländerfreundlich" Merkel spricht von Einzelfällen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einer Dramatisierung fremdenfeindlicher Übergriffe in Deutschland gewarnt. "Wir haben leider einzelne ausländerfeindliche Übergriffe, die absolut zu kritisieren sind und gegen die wir mit aller Konsequenz vorgehen. Aber die überwiegende Mehrheit in unserem Land ist ausländerfreundlich", sagte Merkel der "Bild am Sonntag".

Merkel mahnte dennoch Wachsamkeit an. Allerdings könne Ausländerfeindlichkeit nicht als typisch für Deutschland bezeichnet werden, sagte die CDU-Politikerin.

Im vergangenen Monat hatte Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye Schwarze gewarnt, bestimmte Regionen Ostdeutschlands zu besuchen, weil sie dort mit Übergriffen rechnen müssten. Heye hatte mit seinen Äußerungen, die er später relativierte, eine Debatte über "No-Go-Areas" in Deutschland ausgelöst.

Die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten stieg 2005 gegenüber dem Vorjahr laut jüngstem Verfassungsschutzbericht um 27,5 Prozent, die der Gewalttaten um 23,5 Prozent.

Quelle: ntv.de