Politik

Kandidatenfrage der Union Merkel will es doch wissen

CDU-Chefin Angela Merkel will offenbar nicht auf die Kanzlerkandidatur verzichten. Merkel und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber wollen jetzt doch "in der zweiten Januarhälfte" über den Kanzlerkandidaten der Union sprechen. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Angaben aus der Partei.

Ob sie dann bereits untereinander eine Entscheidung treffen würden, die sie den Gremien präsentieren könnten, sei offen, hieß es. Merkel und Stoiber gelten als die Unions-Politiker, denen die größten Chancen eingeräumt werden, Kanzlerkandidat zu werden.

Zu ihren eigenen Ambitionen hält sich Merkel weiter bedeckt. Berichte, wonach sie in kleinem Kreis ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur erklärt habe, wollte sie nicht kommentieren. Nach einer Sitzung des Bundesvorstands sagte sie in Berlin, es bleibe dabei, dass Stoiber und sie den zuständigen Gremien "Anfang 2002" einen Vorschlag unterbreiten würden.

Der Berliner "Tagesspiegel" hatte berichtet, dass sich Merkel am Rande einer Weihnachtsfeier der Unionsfraktion am vergangenen Mittwoch bereit gezeigt habe, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) herauszufordern. Sie habe norddeutschen CDU-Politikern gesagt: "Ich weiß, dass Edmund Stoiber es werden will. Aber ich will es auch."

Quelle: ntv.de