Politik

Neuer Job für FDP-Maulwurf Metzner gründet Politikberatung

Zumindest dürfte ihn nun fast jeder kennen: Der als FDP-Maulwurf bekannt gewordene Metzner macht sich offenbar als Politikberater selbstständig. Westerwelles ehemaliger Büroleiter war zuvor von der FDP wegen der Wikileaks-Affäre entlassen worden.

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Gute Kontakte zum Ausland hat Metzner bereits.

(Foto: dpa)

Der ehemalige Büroleiter des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, Helmut Metzner, wird künftig als selbstständiger Politikberater arbeiten. Metzner hat in Berlin eine Beratungsfirma gegründet und will im kommenden Jahr mit der neuen Aufgabe beginnen, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Die FDP-Bundesgeschäftsstelle hatte in der vergangenen Woche das Arbeitsverhältnis mit Helmut Metzner beendet. Zuvor hatte Metzner zugegeben, die US-Botschaft in Berlin über die Koalitionsverhandlungen von Schwarz-Gelb im Herbst 2009 informiert zu haben. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass Metzner trotz der Informationsweitergabe an die USA bei der FDP beschäftigt bleibt. Dies war aber innerhalb der Partei auf Kritik gestoßen, zudem kündigte Metzner selbst an, wegen seiner Versetzung einen Anwalt einzuschalten. Die Gespräche zwischen diesem und der FDP führten schließlich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Nach einem Medienbericht aus der vergangenen Woche könnte Metzner auch brisante Regierungsinformationen weitergegeben haben. Metzner habe auch Zugang zu geheimen Regierungsunterlagen gehabt, hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet. Dabei handelte es sich um "mindestens fünf vertrauliche Regierungsunterlagen, die dem Geheimschutz unterlagen". Ob neben der US-Botschaft noch andere ausländische Diplomaten von Metzner informiert wurden und Zugang zu geheimgeschütztem Material aus dem Ministerium von Westerwelle erhielten, habe das Auswärtige Amt bislang nicht klären können, berichtete das Blatt. Es berief sich dabei auf ihr vorliegende schriftliche Erklärungen von Außenamts-Staatssekretär Wolf-Ruthart Born an mehrere SPD-Abgeordnete.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa