Politik

BSE-Folge-Krankheiten Ministerin befürchtet Tote

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn befürchtet, dass auch in Deutschland Menschen an der neuen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sterben werden. Diese Variante der tödlichen Hirnerkrankung wird auf die Rinderseuche BSE zurückgeführt.

In Großbritannien starben in den vergangenen Jahren bereits mehr als 80 Menschen an der BSE-nahen Krankheit.

Im Interview mit der Kölner Tageszeitung "Express" unterstrich Höhn ausdrücklich, dass es beim Thema BSE keine Entwarnung geben könne. Dazu gebe es noch zu viele Unbekannte, sagte die Grünen-Politikerin. Unbeantwortet seien vor allem die Fragen, welche Auslöser es für die Krankheit gebe, wie die Ansteckungswege verliefen und wie es zu einer Übertragung auf den Menschen komme.

Hierzu gebe es zwar verschiedene Forschungsprojekte. Weil die Behörden in der Bundesrepublik erst in den letzten zwölf Monaten massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, sei aber damit zu rechnen, "dass uns die BSE-Problematik noch in den nächsten drei bis fünf Jahren begleiten wird", so Höhn.

Anfang August hatten Wissenschaftler die Befürchtung geäußert, in den nächsten 40 Jahren könnten in Deutschland bis zu 400 Menschen an der neuen Creutzfeldt-Jakob-Variante erkranken.

An der älteren Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sterben in Deutschland nach Schätzungen von Experten rund 100 Menschen pro Jahr. Die BSE-nahe neue Variante ist in Deutschland bislang nicht nachgewiesen.

Quelle: ntv.de