Politik

Karliczek im "Frühstart" Ministerin sieht Engpass bei Impfpersonal

Jetzt scheint alles ganz schnell zu gehen: Die ersten Corona-Impfstoffe werden von Zulassungsbehörden geprüft. Forschungsministerin Karliczek befürchtet aber, dass zu wenig Personal zum Impfen zur Verfügung steht.

Mit dem Erfolg in der Impfstoffentwicklung sieht die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek neue Herausforderungen auf Deutschland zukommen: "Das eine ist die Zulassung, das andere ist der Transport, und natürlich brauchen wir auch genügend Personal zum Verimpfen. Und das ist ein Engpass."

Nachdem das US-Biotechunternehmen Moderna gestern einen Antrag für eine "bedingte Zulassung" seines Covid-Impfstoffs in der Europäischen Union gestellt hat, plädiert Karliczek für eine einheitliche Regelung für alle vergleichbaren Impfstoffe. "Wir sollten eine normale Zulassung beantragen für alles, was wir in Europa verimpfen. Denn es geht darum, den Kritikern kein Wasser auf die Mühlen zu geben und dafür zu sorgen, das Vertrauen zu erhalten", sagte die CDU-Ministerin im "Frühstart" von ntv.

Trotz des zeitoptimierten Verfahrens seien die Kriterien für die Zulassung hoch. "Die Standards der Zulassung sind die gleichen wie eh und je, und wir haben strenge Zulassungsstandards." Dennoch gelte es, umfassend über die Wirkstoffe aufzuklären. "Zum Beispiel auch, welche Nebenwirkungen die Impfstoffe haben, damit die Menschen sich da nicht wundern. Denn Impfstoffe haben Nebenwirkungen und das ist es, was wir rausfinden in den klinischen Studien", so Karliczek.

Quelle: ntv.de